Der seit 1996 vom nordrhein-westfälischen Frauen- und Kulturressort der Landesregierung gemeinsam geförderte Künstlerinnenpreis wird jedes Jahr in einer anderen Kunstsparte vergeben. So kann die Landesregierung auf besondere Leistungen oder auch Defizite in verschiedenen Kunstsparten gezielt aufmerksam machen. Der Künstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen besteht aus einem Hauptpreis für das Gesamtwerk einer Künstlerin sowie einem Förderpreis zur Ermutigung einer Nachwuchskraft.
Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Künstlerinnen. Auch die Jury ist überwiegend weiblich besetzt. Damit ist der Preis sowohl ein Kulturpreis als auch ein "Frauenpreis" - eben ein Preis für künstlerische Leistungen von Frauen.
Er soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Werk von Künstlerinnen lenken, die teilweise bereits seit Jahren Kunst und Kultur in unserem Land wesentlich mitgestalten. Das ist nach wie vor notwendig, denn auch heute noch erfährt das künstlerische Schaffen von Frauen vielfach keine angemessene Beachtung. So kommen in Deutschland nur 15 Prozent aller öffentlichen Mittel zur Kunstförderung Frauen zugute, in Europa sogar nur zehn bis 15 Prozent. Auch verdienen Künstlerinnen im Schnitt rund 25 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
Es ist das Anliegen der Landesregierung, die Qualität der Werke von Frauen zu dokumentieren und ihre Arbeit öffentlich sichtbarer zu machen. So leistet der Künstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen auch einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und zum Abbau geschlechtstypischer Klischees, von denen Künstlerinnen betroffen sind.
Mit der Organisation und Durchführung des Preises ist das Frauenkulturbüro beauftragt.
www.frauenkulturbuero-nrw.de/preise.html
Düsseldorf, 02.03.2012 Der Künstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen 2012 wird im Bereich der freien Szene der darstellenden Künste verliehen.
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Düsseldorf, 15.10.2011 Die Künstlerinnen Ulrike Rosenbach und Agnes Meyer-Brandis erhalten den 16. Künstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen, der in diesem Jahr in der interdisziplinären Kunstform Performance ausgeschrieben wurde.
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